SV Feudingen – SG Laasphe/Niederlaasphe 0:6 (0:3)

Sensationelle Spielgemeinschaft zerlegt fragile Feudinger in alle Einzelteile

SV Feudingen – SG Laasphe/Niederlaasphe 0:6 (0:3)
Tore: 0:1 Ludwig Seibel (16.), 0:2 Martin Uvira (32.), 0:3, 0:4, 0:6 Tim Strack (44., 51. 79.), 0:6 Nils Bergen (56.)

Nicht in den kühnsten Träumen hätte wohl nur irgendjemand mit einer solchen Leistungsdemonstration der SG gerechnet. Beim 6:0 (!!!) Auswärtssieg, gegen zum Teil bemitleidenswerte Feudinger, zeigte die Mannschaft von Martin Uvira und Rolf Dickel die mit großem Abstand beste Saisonleistung und ließ absolut keinen Zweifel daran, wer am Ende der Saison ganz oben stehen will.

Von Beginn an präsentierte sich der Spitzenreiter hellwach, in den Zweikämpfen präsent und spielerisch absolut überlegen. Nach einer guten Viertelstunde setzte sich der wieselflinke Tim Strack auf der linken Außenbahn durch und spielte den Ball flach in die Mitte, wo SV-Keeper Matthias Jana den Ball nur nach vorne abprallen lassen konnte. Ludwig Seibel bedankte sich artig und staubte zur Führung für die Gäste ab. Nach einer halben Stunde zeigte Spielertrainer Martin Uvira welch feine Technik noch immer in seinem rechtem Fuß schlummert und drehte eine Ecke direkt ins Tor. Wenig später hätte Tim Strack per Freistoß aus spitzem Winkel sogar erhöhen können, doch „Matze“ Jana lenkte den Ball an den Pfosten. Kurz vor der Pause nun doch noch das dritte Tor für die Kernstädter. Philipp Höse „natzte“ einen Feudinger Verteidiger mit einem Bauerntrick und drang in den Strafraum, wo ihn Libero Jörg Althaus zu Fall brachte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Tim Strack sicher.

Wer nach der Halbzeit mit einem Aufbäumen der Gastgeber gerechnet hatte wurde schnell eines Besseren belehrt. Im Gegensatz zu vielen Spielen ließ die Spielgemeinschaft nun nicht nach und drängte auf die Entscheidung. Tim Strack per gekonntem Lupfer und Nils Bergen, der energisch nachsetzte und eingolfte, brachten per Doppelschlag letzte Zweifler zum Schweigen.

In der Folge kontrollierte die SG das Spiel und schaltete sichtlich den ein- oder anderen Gang zurück. Als der eingewechselte Patrick Mews per Außenristpass den Mann des Tages Tim Strack bediente und dieser erneut per Heber traf, war das halbe Dutzend voll.

Mann des Tages: Tim Strack

Nicht nur wegen seiner drei Tore war Tim Strack gestern der Mann der Stunde. Immer wieder konnte sich Strack technisch fein gegen seine Gegenspieler durchsetzen und behielt vor dem Tor schlitzohrig und frech den Durchblick.

Fazit:

Ob Sebastian Schneider und Robin Dünhaupt in der Innenverteidigung, die die Feudinger Spitzen zu jeder Zeit im Griff hatten, oder Christian Koenemann und Philipp Höse, die nicht nur die Seite dicht machten, sondern auch in der Offensive Akzente setzten. Oder die Sechser Andrej Seibel und Martin Uvira, die die Offensiven um Franz Barth, Tim Strack, Ludwig Seibel oder Nils Bergen in Szene setzten. Nicht zu vergessen Ronny Kaczmarek, der eine unglaubliche Ruhe ausstrahlte und die spärlichen Feudinger Angriffsbemühungen vereitelte. DAS war eine geschlossene und absolut meisterliche Vorstellung von Position 1 bis 16. Danke Jungs! Krönt am kommenden Wochenende eine sensationelle Saison und fahrt die Ernte ein!

Aufstellung SG Laasphe/Niederlaasphe:

Ronny Kaczmarek, Christian Koenemann, Sebastian Schneider, Robin Dünhaupt, Philipp Höse, Martin Uvira, Andrej Seibel (Kapitän), Tim Strack (Ibush Gashi), Franz Barth, Ludwig Seibel (Jan Höbener), Nils Bergen (Patrick Mews)

Ersatzbank: Philipp Georg (ETW), Fabrizio Paura

PS: Der ausgelassene Jubel fand leider sein erstes „Opfer“... Fabrizio Paura wurde bei der Abfahrt des Mannschaftsbusses schlichtweg vergessen. Ob „Fabrazzo“ inzwischen den Weg nach Hause gefunden hat, ist aktuell nicht bekannt.

Von Chris Gebert